Wissenswertes über die aktuellen Verbesserungsbeiträge

WARUM WERDEN VERBESSERUNGSBEITRÄGE   ERHOBEN?

Im Gemeindegebiet Gerolsbach wurden umfangreiche Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten im Bereich der Wasserversorgungseinrichtung und der Entwässerungseinrichtung durchgeführt. 

Der Verwaltungsrat hat in Abstimmung mit dem Gemeinderat beschlossen, den Aufwand der nachstehenden beschriebenen Maßnahmen über einmalige Verbesserungsbeiträge umzulegen.

 

Maßnahmen der Entwässerungseinrichtung
  • Kanalerneuerung Hofmark, Junkenhofen
  • Kanalneubau Steinleiten, Gerolsbach
  • Kanalerneuerung Aichacher Straße, Gerolsbach

Kanalrenovierungsarbeiten

  • Alberzell ca. 600 Meter
  • Gerolsbach ca. 290Meter
  • Junkenhofen/Klenau ca. 170 Meter
  • Singenbach ca. 370 Meter
  • Strobenried ca. 140 Meter

Kanalerneuerungsarbeiten

  • Alberzell ca. 35 Meter
  • Gerolsbach ca. 35 Meter
  • Junkenhofen/Klenau ca. 75 Meter
  • Singenbach ca. 30 Meter
  • Strobenried ca. 46 Meter

Schachterneuerungsarbeiten

Geplante Kanalerneuerungsarbeiten Ortsmitte Gerolsbach

Die Gesamtkosten für die aufgeführten Maßnahmen im Abwasserbereich beziffern sich vorläufig auf 1,56 Mio. €. Hiervon entfallen auf die Beitragszahler nach Abzug des Straßenentwässerungsanteils und der erwarteten Zuwendungen (RZWas) ein Anteil von vorläufig 0,74 Mio. €

 

Maßnahmen der Wasserversorgungseinrichtung
  • Erneuerung Wasserleitung Bergernstraße, Gerolsbach
  • Erneuerung Wasserleitung Herzog- und Ludwigstraße, Gerolsbach
  • Erneuerung Wasserleitung Schulstraße, Jahnstraße, Drei-Linden-Straße, Gerolsbach
  • Erneuerung Wasserleitung Wilhelmstraße, Gerolsbach
  • Ersatzbau Wasserversorgungsleitung nach Einsassen
  • Erneuerung Wasserleitung Pfaffenhofener Straße, Gerolsbach
  • Elektrotechnische Modernisierung des Wasserwerks

Die Gesamtkosten für die aufgeführten Maßnahmen im Wasserversorgungsbereich beziffern sich vorläufig auf 1,57 Mio. €. Hiervon entfallen auf die Beitragszahler nach Abzug der erwarteten Zuwendungen (RZWas) ein Anteil von vorläufig 0,89 Mio. €

 
VERBESSERUNGSBEITRÄGE, WAS IST DAS? 

In Art. 5 des Kommunalabgabengesetzes (KAG) schreibt der Gesetzgeber vor, dass der Aufwand für die Herstellung oder die Verbesserung der öffentlichen Wasserversorgungs und Entwässerungseinrichtungen von den anschlussberechtigten Grundstückseigentümern oder den Erbbauberechtigten getragen werden muss.

Verbesserungsbeiträge sind ein besonderes Entgelt dafür, dass einem Grundstück durch die Verbesserung einer öffentlichen Einrichtung wie z. B. der Wasserversorgungs- bzw. Entwässerungseinrichtung ein Vorteil erwächst. 

Der Verbesserungsbeitrag kann bei jeder Verbesserungsmaßnahme im Bereich der öffentlichen Einrichtung erhoben werden. 

Verbesserungsbeiträge können erhoben werden für:  

  • die Wasserversorgungseinrichtung
  • die Entwässerungseinrichtung

 Alle weiteren Grundlagen zur Erhebung von Verbesserungsbeiträgen werden in der entsprechenden Verbesserungsbeitragssatzung des Kommunalunternehmens Gerolsbach geregelt, welche Ende November 2021 verabschiedet wurde.  Diese kann jederzeit, auf der Homepage der Gemeinde abgerufen warden (Rubrik Bürgerservice_Rathaus_ Satzungen)

 

WELCHE GRUNDSTÜCKE SIND BEITRAGSPFLICHTIG? 

Ein Verbesserungsbeitrag wird für bebaute, bebaubare oder gewerblich genutzte bzw. gewerblich nutzbare Grundstücke erhoben, die ein Recht zum Anschluss an die Wasserversorgung haben, oder tatsächlich an der Wasserversorgungsanlage angeschlossen sind.

 

BEITRAGSPFLICHT – WER IST BEITRAGSPFLICHTIG? 

Beitragspflichtig ist, wer im Zeitpunkt der Bekanntgabe des Bescheides Eigentümer des Grundstücks oder Erbbauberechtigter ist. 

 

WANN IST DIE ZAHLUNG FÄLLIG? 

Der Verbesserungsbeitrag ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides fällig.

Um die Belastung für die Beitragsschuldner in Grenzen zu halten, wird der vorläufige Gesamtbeitrag auf 4. Raten aufgeteilt.

Die genauen Zahlungstermine können dem kürzlich versandten Beitragsbescheid entnommen werden. 

Sollte eine rechtzeitige Zahlung der Beitragsraten nicht möglich sein, kann auf Antrag eine Stundung z. B. in Form einer Ratenzahlung gewährt werden. Für die Dauer der gewährten Stundung müssen Zinsen erhoben werden.  

 

WIE WIRD DER BEITRAG BERECHNET? 

Der Verbesserungsbeitrag berechnet sich nach der Grundstücks- und nach der Geschossfläche.

Die Grundstücksfläche wird auf Grundlage der vorliegenden Vermessungsdaten berechnet.

Die Geschossfläche berechnet sich nach den Außenmaßen der Gebäude in den ausgebauten Geschossen. Keller werden mit der vollen Fläche herangezogen. Dachgeschossflächen werden nur herangezogen, wenn dieses ausgebaut sind.

Balkone, Loggien und Terrassen bleiben außer Ansatz, wenn und soweit sie über die Gebäudefluchtline hinausragen. Garagen sind beitragspflichtig, sobald sie einen Zugang zum Wohnhaus haben oder tatsächlich an die Wasserversorgung/Entwässerungseinrichtung angeschlossen sind. Gebäude oder selbständige Gebäude teile, die nach Art ihrer Nutzung keinen Bedarf nach Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung auslösen werden nicht herangezogen; das gilt nicht für Gebäude(-teile), die tatsächlich einen Wasser-/Abwaseranschluss haben.

Bei unbebauten Grundstücken werden zunächst 25 % der Grundstücksfläche als fiktive Geschossfläche angesetzt.

 

WIE HOCH SIND DIE VORLÄUFIGEN BEITRAGSSÄTZE? 

Die vorläufigen Verbesserungsbeitragssätze für die Entwässerungseinrichtung

  • je m² Grundstücksfläche         0,22 €
  • je m² Geschossfläche              1,25 €

Die vorläufigen Verbesserungsbeitragssätze für die Wasserversorgungseinrichtung

  • Je m² Grundstücksfläche         0,25 €
  • je m² Geschossfläche              1,27 €
  • jeweils zuzüglich 7 % Mehrwertsteuer

Die Beitragssätze sind noch nicht endgültig und können sich noch geringfügig ändern.

 

Weitere Informationen

Diese Kurzinformationen sollen Ihnen einen Überblick über das Beitragsrecht geben und helfen, die Beitragsbescheide, sowie die Gründe für den Erlass dieser besser zu verstehen. Es handelt sich um eine stark vereinfachte Darstellung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ansprechpartnerin: Frau Knöferl (Tel.: 08445 9289-23 / Fax 08445 9289-25 / E-Mail: m.knoeferl@gerolsbach.de)

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